Die Energiewende in die Region holen

Solardach (Foto: Heike Brauer)

Solardach (Foto: Heike Brauer)

Informationsgespräch zum HZW-Lehrgang für kommunale Energie-Projektberater

Gießen. In Erneuerbarer Energie liegt die Zukunft. Die politisch gewollte Energiewende hin zu Energie aus Wind, Wasser, Biomasse, Solar, Geothermie oder Kraftwärmekopplung umzusetzen ist die große Herausforderung.

Dabei werden die Kommunen eine große Rolle spielen, denn nach Expertenmeinungen wird die Energieversorgung der Zukunft vor allem in den Regionen organisiert.

Um Städten und Gemeinden hier das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, hat das Hochschulzentrum für Weiterbildung (HZW) an der Technischen Hochschule Mittelhessen einen Zertifikatslehrgang „Kommunaler Energie-Projektberater“ entwickelt. Er soll den Teilnehmern (Bürgermeistern, Kommunal-Politikern und Mitarbeitern öffentlicher und kommunaler Einrichtungen) die Fähigkeiten vermitteln, die sie für die Umsetzung der regionalen Energieversorgungs-Projekte brauchen. Allein in Mittelhessen sind es sicherlich hunderte Anlagen zur Energieproduktion im Umfeld der Gemeinden und Städte.

Die Landkreise und Kommunen haben die Chance, an der ökonomischen Wertschöpfungskette teilzuhaben. Das geht aber nur mit der Einbindung der Bürger und Identifizierung der richtigen Partner vor Ort. Wenn all das geschieht, bedeutet der Trend zu Erneuerbaren Energien erhebliche regionale Investitionen und dauerhafte Einnahmen beispielsweise aus Solarthermie oder Wind- und Wasserkraft.

Der Lehrgang “Kommunaler Energie-Projektberater“ ist ein Qualifizierungs-Programm, in dessen Rahmen die Teilnehmer sich über die Bedeutung der Erneuerbaren Energie als Handlungsfeld für die Kommunen informieren können.

Weitere Themen sind unter anderem Techniken und Verfahren der regenerativen Energien, Rechts- und Wirtschaftsformen für Kommunen, kommunale Beteiligungen oder Genossenschafts-Modelle. Behandelt werden ebenfalls Machbarkeits- und Risikoanalyse, Ermittlung des richtigen Energiemixes sowie Gründung, Geschäftsplan und Betriebsführung. Auf dem Plan stehen auch die Exkursion in ein Bioenergiedorf, eine Projektarbeit und ein Kolloquium. Der Lehrgang ist in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Hessischen Landkreistag und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund entstanden.

Nähere Informationen zu dem Zertifikatslehrgang, seinen Dozenten und Inhalten gibt es am Donnerstag, 8. September, von 15 Uhr bis 16.30 Uhr im HZW, Gebäude C50 der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen, Eichgärtenallee 6. Anwesend ist auch Karl-Heinz Schäfer, Präsident des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. Infos finden Sie im Internet unter www.hz-weiterbildung.de. Das HZW bittet um eine Anmeldung, das Anmeldeformular erhalten Sie ebenfalls auf der Internetseite des HZW. Ansprechpartnerin beim HZW ist Frau Tina Weiß, (06441) 309-4011

Einladung mit Fax-Antwort

Flyer zum Zertifikats-Lehrgang “Kommunaler Energie-Projektberater”

Tagung in Wiesbaden am 6.3.2012
Veranstaltungstipp
Forschung und Entwicklung
  • Photovoltaik-Module günstiger produzieren
    26. August 2011 | 23:35

    Auf der europäischen Photovoltaik-Ausstellung PVSEC 2011 in Hamburg präsentiert das Fraunhofer FEP neue Dünnschicht-Prozesse, die die Produktionskosten von Solarzellen drastisch senken könnten. Die Dünnschicht-Photovoltaik bietet großes Potential, PV-Module günstiger zu produzieren und verfügbare Ressourcen effizient zu nutzen. Auf der europäischen Photovoltaik-Ausstellung PVSEC 2011 (Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition) vom 5. bis 8. September in Hamburg [...]

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  • Integrative Betrachtung von Wind-, Solar- und Bioenergie
    12. November 2010 | 09:39

    Leipziger Wissenschaftler forschen an “Stromfabrik der Zukunft” Experten der Universität Leipzig forschen seit kurzem gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung an der verbesserten Leistungsfähigkeit von Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien. Im September dieses Jahres startete das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt “EUMONIS - Software und Systemplattform für Energie- und Umweltmonitoring-Systeme” erfolgreich an [...]

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Unser Literaturtipp
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  • Kooperationen können gordische Knoten lösen
    Energie-Genossenschaften zur Entstehung überparteilicher, regionaler Bündnisse nutzen Kommunen können einen entscheidenden Beitrag für den erfolgreichen Start einer Genossenschaft liefern, etwa indem sie die Bürger auf Veranstaltungen informieren und Dachflächen für Sonnenkraftwerke (Photovoltaik) bereitstellen. Dies zeigt das Beispiel der Gemeinde We […]
Das Interview
Prof. Dr. Wolfgang George (Foto: wjk) Prof. Dr. Wolfgang George: 30 Mrd € Investition durch Energie-Genossenschaften möglich

Die neuen regenerativen Energien müssen finanziert werden. Dabei sind sich alle Experten einig, dass diese Investitionen zu Produktionsstätten in der Fläche — auf dem Lande — führen werden. Wer anderes als die dort lebenden Menschen sollten die Investoren sein?[weiter ...]
  • Energiewende 2011 - und was nun?
    4. Fachtagung “Regionale Energieversorgung gestalten” - Mittwoch, 26. Oktober 2011 am Firmensitz der juwi-Gruppe in Wörrstadt Eine effiziente und nachhaltige Energieerzeugung, Energieversorgung und Energienutzung ist die zentrale Zukunftsaufgabe unserer Gesellschaft. Die Lösung dieser existenziellen Frage muss zugleich anderen grundlegenden ges […]
Aktuelle Sonderpublikation
  • Politik bezieht Bürger bei der Zukunftsgestaltung Deutschlands nicht mit ein.
    „Wir sind über den bisherigen Verlauf der Gespräche von Politikern und Experten zur Gestaltung der angekündigten Energiewende unter dem Strich sehr enttäuscht“. So äußerte sich Wolfgang George, Sprecher der ARGE Energie-Genossenschaften, anlässlich eines Forums im Bioenergiedorf Oberrosphe. In nahezu allen, bisher geführten Diskussionen, sind na […]
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