Neue Windräder für die Verbandsgemeinde Wörrstadt

ats-schornsheim300Ab heute fließt Bürgerstrom für die Gemeinden Gabsheim und Schornsheim. Windpark Schornsheim liefert sauberen Strom für weitere 8.000 Haushalte

Wörrstadt, 06. September 2011. Der Bau der vier neuen Windenergie-Anlagen bei Schornsheim (Verbandsgemeinde Wörrstadt) kommt mit großen Schritten voran. In dieser Woche beginnt die juwi Wind GmbH mit der Errichtung der ersten Türme im juwi-Design. Die Maschinenhäuser und Rotoren sollen in den kommenden Wochen montiert werden. Bei den 135 Meter hohen Türmen handelt es sich um Hybridtürme aus Beton und Stahl des Herstellers Advanced Tower Systems (ATS), an dem auch die juwi-Gruppe beteiligt ist.Die vier Anlagen vom Typ Kenersys K100 haben einen Rotordurchmesser von 100 Metern und eine Leistung von jeweils 2,5 Megawatt. Zusammen produzieren die Windräder jährlich rund 24 Millionen Kilowattstunden sauberen Windstrom für weitere 8.000 Haushalte in der Region. Mit den neuen Windrädern erweitert juwi den bereits links und rechts der Autobahn A63 bestehenden Windpark. Aus den lokalen Windenergie-Anlagen bietet juwi ab heute den Einwohnern der Gemeinden Schornsheim und Gabsheim Bürgerstrom in Direktvermarktung an - zu einem Preis von 21 Cent je Kilowattstunde bei einem Grundpreis von
9,80 Euro pro Monat.

Mit dem Bau der Windenergie-Anlage und dem Bürgerstrom-Angebot setzt juwi das Ziel einer 100-prozentigen, nachhaltigen und dezentralen Energieversorgung gemeinsam mit den Bürgern der Region konsequent um. „Wir zeigen, dass wir bereits heute die Verbraucher mit sauberem Strom aus regionalen Windrädern sicher und wirtschaftlich versorgen können. Durch das Bürgerstrommodell profitieren die Bürger direkt von den Anlagen in ihrer Umgebung”, so Matthias Willenbacher, Vorstand der juwi-Gruppe. Der Bürgermeister der VG Wörrstadt, Markus Conrad, betont das positive Signal, dass seine Verbandsgemeinde aussendet. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, spätestens im Jahr 2017 den gesamten Strombedarf der Verbandsgemeinde zu 100 Prozent aus regional erzeugten erneuerbaren Energien zu decken. Dieses Ziel werden wir voraussichtlich bereits in diesem Jahr erreichen. Damit belegt die VG Wörrstadt eindrucksvoll, dass der Umstieg auf regional erzeugten Strom aus sauberen Quellen in relativ kurzer Zeit machbar ist.“.

Ernst Walter Görisch, Landrat des Landkreises Alzey-Worms, betont die wirtschaftlichen Impulse für die Region, die von der juwi-Gruppe und dem Ausbau regenerativer Energien ausgehen. „Der Landkreis profitiert in mehrfacher Hinsicht vom Ausbau der erneuerbaren Energien in unserer Region: Durch regional erzeugten Strom kann unseren Bewohnern ein günstiger und vor allem langfristig stabiler Strompreis aus regenerativen Quellen angeboten werden. Aber nicht nur die Bürger, sondern auch die Gemeinden profitieren durch neue Arbeitsplätze, Investitionen und Steuereinnahmen unmittelbar von regional erzeugter, regenerativer Energie.“

Zur juwi-Gruppe:
juwi zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für erneuerbare Energien. Unser Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energien. Unser Antrieb: Mit Leidenschaft erneuerbare Energien wirtschaftlich und zuverlässig gemeinsam durchsetzen.

Zu den Geschäftsfeldern der juwi-Gruppe zählen neben Solar-, Wind- und Bioenergie auch Wasserkraft und Geothermie sowie Green Buildings und solare Elektromobilität. Gegründet wurde juwi 1996 von Fred Jung und Matthias Willenbacher in Rheinland-Pfalz. Heute beschäftigt das weltweit tätige Unternehmen mehr als 1.400 Mitarbeiter in 14 Ländern und erzielte im Jahr 2010 einen Jahresumsatz von rund 800 Millionen Euro. Bislang hat juwi im Windbereich rund 500 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von etwa 800 Megawatt realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von ebenfalls rund 800 Megawatt. Diese Anlagen erzeugen pro Jahr rund 2,8 Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht dem Jahresbedarf von 800.000 Haushalten. Für die Realisierung dieser Projekte hat juwi in den vergangenen 15 Jahren ein Investitionsvolumen von mehr als 3,5 Milliarden Euro initiiert. juwi gehört zu Deutschlands besten und begehrtesten Arbeitgebern: Im renommierten Wettbewerb des „Great Place to Work Institute“ ist das Unternehmen in der Kategorie 501 bis 2.000 Beschäftigte unter den Top 20 gelandet. Die juwi-Gruppe verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Indien, Südafrika, Chile, den USA und Costa Rica.

Tagung in Wiesbaden am 6.3.2012
Veranstaltungstipp
Forschung und Entwicklung
  • Photovoltaik-Module günstiger produzieren
    26. August 2011 | 23:35

    Auf der europäischen Photovoltaik-Ausstellung PVSEC 2011 in Hamburg präsentiert das Fraunhofer FEP neue Dünnschicht-Prozesse, die die Produktionskosten von Solarzellen drastisch senken könnten. Die Dünnschicht-Photovoltaik bietet großes Potential, PV-Module günstiger zu produzieren und verfügbare Ressourcen effizient zu nutzen. Auf der europäischen Photovoltaik-Ausstellung PVSEC 2011 (Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition) vom 5. bis 8. September in Hamburg [...]

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  • Integrative Betrachtung von Wind-, Solar- und Bioenergie
    12. November 2010 | 09:39

    Leipziger Wissenschaftler forschen an “Stromfabrik der Zukunft” Experten der Universität Leipzig forschen seit kurzem gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung an der verbesserten Leistungsfähigkeit von Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Energien. Im September dieses Jahres startete das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt “EUMONIS - Software und Systemplattform für Energie- und Umweltmonitoring-Systeme” erfolgreich an [...]

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  • RSSArchiv von Forschung und Entwicklung »
Unser Literaturtipp
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  • Kooperationen können gordische Knoten lösen
    Energie-Genossenschaften zur Entstehung überparteilicher, regionaler Bündnisse nutzen Kommunen können einen entscheidenden Beitrag für den erfolgreichen Start einer Genossenschaft liefern, etwa indem sie die Bürger auf Veranstaltungen informieren und Dachflächen für Sonnenkraftwerke (Photovoltaik) bereitstellen. Dies zeigt das Beispiel der Gemeinde We […]
Das Interview
Prof. Dr. Wolfgang George (Foto: wjk) Prof. Dr. Wolfgang George: 30 Mrd € Investition durch Energie-Genossenschaften möglich

Die neuen regenerativen Energien müssen finanziert werden. Dabei sind sich alle Experten einig, dass diese Investitionen zu Produktionsstätten in der Fläche — auf dem Lande — führen werden. Wer anderes als die dort lebenden Menschen sollten die Investoren sein?[weiter ...]
  • Energiewende 2011 - und was nun?
    4. Fachtagung “Regionale Energieversorgung gestalten” - Mittwoch, 26. Oktober 2011 am Firmensitz der juwi-Gruppe in Wörrstadt Eine effiziente und nachhaltige Energieerzeugung, Energieversorgung und Energienutzung ist die zentrale Zukunftsaufgabe unserer Gesellschaft. Die Lösung dieser existenziellen Frage muss zugleich anderen grundlegenden ges […]
Aktuelle Sonderpublikation
  • Politik bezieht Bürger bei der Zukunftsgestaltung Deutschlands nicht mit ein.
    „Wir sind über den bisherigen Verlauf der Gespräche von Politikern und Experten zur Gestaltung der angekündigten Energiewende unter dem Strich sehr enttäuscht“. So äußerte sich Wolfgang George, Sprecher der ARGE Energie-Genossenschaften, anlässlich eines Forums im Bioenergiedorf Oberrosphe. In nahezu allen, bisher geführten Diskussionen, sind na […]
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